Als der in Windows integrierte Taschenrechner erklärte
dass teilen durch 0 unmöglich sei
verstand Herr von Runkenstein dies nicht
als mathematisch Tatsache
sondern als Herausforderung
weshalb es sich umgehend
in sein hermetisch abgeschirmtes Mathematiklabor begab
um dort mit Hilfe von Radioaktivität
verbotener Substanzen
verschollen geglaubter Artefakte
und brutaler Gewalt
dem Null-Divisor zu Leibe zu rücken
Nach tagelangen Versuchsreihen
und Teilungsversuchen
bei denen er zum Spaß
auch einige Nazis durch 88 teilte
hatte er mit Hilfe der Quantenphysik
einen Lösungsweg gefunden
Dazu musste er lediglich einen Bleiklumpen
von der 17-fachen Sonnenmasse
auf das Volumen einer Eichel zusammenpressen
und dann zusammen mit einem Suppenwürfel
und noch mehr toten Nazis
in einem gut gewürzten Neutrinodestillat auflösen
um das Ergebnis anschließend zu digitalisieren
und in einem Quantencomputer zu speichern
wo er nun einfach durch 0 teilte
und sich das Ergebnis
bis auf 80 Quadrilliarden Nachkommastellen anzeigen ließ
und schließlich feststellte
dass sich an der vorletzten Stelle
aufgrund der heisenbergschen Unschärferelation
eine 7,9 statt einer 8 befand
womit er entgültig und unwiderlegbar bewiesen hatte
dass man durch 0 teilen konnte
wenn man sich nur genug Mühe gab
und auch dazu bereit war
für eine einwandfreie mathematische Beweisführung
über Leichen zu gehen
und zwar vorzugsweise über Nazileichen
die erwiesenermaßen
für grenzwertige mathematische Experimente
am besten geeignet sind
Willkommen auf der Startseite von Cyberdroid.de und Runkenstein.de.
Termine:
25.3.: aus.lese in Nürnberg (Weinerei), 20 Uhr
03.4.: Poetry Slam in Helmbrechts
(Stoffwerk), 19 Uhr
15.4.: Poetry Slam in Nürnberg (K4), 20 Uhr
28.4.: Poetry Slam in Bayreuth (Podium), 20 Uhr
22.5.: Poetry Slam in Altdorf/Nürnberg
(Sportbar Bavaria), 16 Uhr
Die neuesten Texte, Gedanken, Fundstücke und eine Auswahl an Links könnt Ihr auf meinem Blog finden.
Unter Herr von Runkenstein befindet sich das Archiv mit sämtlichen, seit 2001 geschriebenen Runkenstein-Texten, etwa alle zwei Wochen kommt ein neuer Text dazu.
Die düstere Reihe Ein Fressen für den Psychiater bewegt sich zwischen Melancholie und Splatter und erscheint unregelmäßig seit 2004.
Die Kurzgeschichten sind meist ältere Werke und in den Genres Cyberpunk, Science Fiction, Psycho und Horror beheimatet.
Die Gedichte sind meist spontane Werke und teils lustig, teils ernst.
Ein paar Infos über mich gibt es im Profil.
Aus alten Zeiten stammen die zwölf mp3-Tracks, die ich nur der Vollständigkeit halber übernommen habe, und der HvR-Zeilenzähler.
Der Sprung ins kalte Wasser:
Drei HvR-Zufallstexte anzeigen.
Und für die Entschlossenen
eine Runkenstein-Suchfunktion:
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